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Rekombinantes Interleukin-2
Ergebnisse der klinischen Erprobung
(Arbeitsübersetzung eines Nichtmediziners aus dem Russischen )
Ronkoleukin
Ergebnisse der klinischen Erprobung
( Ronkoleukin – im weiteren auch "Humanrekombinantes Interleukin-2 ,HR-IL-2",
genannt)
Sankt- Peterburg 2004
Immuntherapie mit Zytokinen
Zytokine – das ist eine Klasse von lslichen Polypeptidmolekülen,
welche durch aktivierte Zellen des Immunsystems sekretiert werden ( in
einigen Fällen – durch Zellen nichtimmuner Natur ) und die eine signal-
und regulierende Funktion kurzer Distanzen der Zwischenzellenkommunikation
erfüllen, welche notwendig für die Entwicklung und das Funktionieren
des Immunsystems, sowie die gegenseitige Zusammenwirkung dieses mit anderen
Systemen des Organismus sind. Diese Bioregulatormoleküle bestimmen
den Typ und die Dauer der Immunantwort, kontrollieren die Proliferation
der Zellen, die Angiogenese, die Hämopoese, die Entzündung, die Reparation
und Regeneration der Gewebe und viele andere Prozesse, welche mit dem
Schutz des Organismus vor biologischen Aggressionen in Verbindung stehen.
Zytokine wirken auf der Grundlage des Rezeptorenmechanismus und haben
keine Spezifiziertheit gegenüber Antigenen. Zu den Zytokinen gehören
Interleukine, Interferone, Chemokine, Faktoren der Nekrose von Geschwulsten
, koloniestimulierende Faktoren. Das durch sie gebildete System der Regulierung
der Immunantwort - das „zytokine Netz“ beinhaltet Zellen- Produzenten,
Zytokine, Zielzellen mit Rezeptoren, spezifisch für konkrete Zytokine
und, in einer Reihe von Fällen, Antagonisten von Zytokinen oder ihre
Rezeptoren.
Zytokine besitzen folgende Eigenschaften:
- Sie sind überreichlich vorhanden – ein und die selben Zytokine werden von Zellen
verschiedener Typen gebildet,
- Sie sind vielseitig (pleiotrop) – ein und die selben Zytokine können auf verschiedene
Zielzellen wirken,
- Sie wirken gemeinsam ( synergetisch)
– für die Entwicklung einiger Immunreaktionen ist die gemeinsame
Wirkung der Zytokine notwendig,
- Sie wirken antagonistisch – die einen Zytokine
können die Wirkung der Anderen unterdrucken,
- Sie wirken sich steigernd( kaskadisch) – bei der Entwicklung der Immunantwort
wird die Fähigkeit der einen Zytokine der Produktion anderer Zytokine verstarkt
oder geschwacht, was die wichtigen aktivierenden oder hemmenden Regulationsmechanismen
bedingt.
Die zytokine Regulierung der Funktionen der Zielzellen erfolgen autokrin, parakrin
oder nach endokrinen Mechanismus. Die Antwort der Zellen auf die Zytokine hängt
von folgenden Faktoren ab: Typ der Immunzelle, ihre Ausgangsfunktionsaktivität,
die Anwesenheit von Rezeptoren zu Zytokinen auf der Zellmembrane, die lokale
Konzentration von Zytokinen in der Umgebung um die Zelle, die Anwesenheit von
anderen Mediatorenmolekülen auf der Membrane der Immunzelle oder in der Umgebung.
Die Geschichte der Erforschung der Zytokine begann relativ vor kurzer Zeit
– die ersten Berichte über Interferon gab es 1957. In den 70 – 80-ger
Jahren des XX-Jahrhunderts erfolgten ein Schwall von Entdeckungen von Zytokinen
und Rezeptoren. Gegenwärtig sind einige zig Zytokine im Immunsystem
des Menschen bekannt; auf der Grundlage einiger von ihnen wurde immunmodulierende
Präparate geschaffen. Mit Beginn der 90-ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts
entwickelte sich das Problem der Erforschung der Zytokine in der Immunpathogenese
verschiedener Erkrankungen zielstrebig und befindet sich im Zentrum der
Aufmerksamkeit der fundamentalen klinischen Immunologie und der damit verbundenen
medizinischen Disziplinen. In dieser Periode beginnen breitangelegte klinische
Untersuchungen erster Geningenieurpräparate von Zytokinen. Besondere
Erwartungen liegen in der Anwendung von Zytokinen bei der Behandlung solcher
Erkrankungen wie Krebs und AIDS- Infektionen. Als eines der ersten Präparate
in der klinischen Praxis erhielt das rekombinante Interleukin-2 - IL-2 Anerkennung.
Gegenwärtig sind die Präparate auf der Grundlage von Interleukin-2
die am meisten angewandten Zytokinimmunmodulatoren bei uns im Lande (Russland)
wie auch im Ausland.
Die Vorteile von ZytokinPräparaten im Vergleich zu anderen Immunmodulatoren
sind klar ersichtlich:
- Die Effektivität von Zytokinpräparaten ist durch die Ergebnisse
internationaler vielseitiger wissenschaftlicher Untersuchungen bestätigt
(im Laufe von mehr als 15 Jahren).
- Gegenwärtig sind internationale methodische Standarte der Verschreibung
von zytokinen Präparaten bei der Behandlung von konkreten Erkrankungen
und immunologischen Defekten ausgearbeitet.
- Bei der Behandlung mit rekombinanten Zytokinen ist eine genaue Vorausschau
und Kontrolle des Immuneffektes möglich.
- Die Ausprägung des immuntherapeutischen Effektes hängt von der eingesetzten
Dosis des Zytokinpräparates ab.
- Die hohe immunotrope Aktivität von Zytokinen wird bei Nutzung kleiner
therapeutischer Dosen erreicht.
- Rekombinante Zytokine besitzen den am meisten ausgeprägten und
selektiven immunkorrigierenden Effekt im Vergleich mit den heutigen nichtspezifischen
Immunmodulatoren.
Interleukin-2 ist das erste Zytokin, welches identifiziert und
beschrieben wurde auf Molekülarer Ebene als Faktor des T-Zellenwachstums
( T cell growth factor – TCGF) ( Morgan et al., 1976). 1979 auf der Konferenz
in Ermatingen (Schweiz) wurde die gegenwärtig gültige Nomenklatur
der Immunmediatoren vorgeschlagen und für die Bezeichnung der Moleküle,
welche die Signalinformation zwischen den Leukozyten ubertragen, wurde der
Terminus „ Interleukin“ eingeführt. Dies veranlasste es, TCGF in Interleukin-2
(IL-2) umzubenennen. Die weitere Erforschung von IL-2 kann man bedingt in
3 Phasen untergliedern: zu Anfang - detaillierte Charakteristik der biologischen
Aktivität (Morgan et al., 1976; Gillis and Smith, 1977, 1978; Baker
et al., 1978, 1979), im weiteren – Untersuchung des biochemischen Aufbaues
der Moleküle ( Robb and Smith, 1981, 1983) und zum Schluss - die Identifizierung
der Struktur des Gens IL-2 ( Robb and Smith, 1981, 1983; Taniguchi et al.,
1983).
Das Erscheinen rekombinanter Präparate auf der Grundlage
von IL-2 für die klinische Nutzung beginnend ab 1983 wurde
möglich nach der Erklärung der Struktur und der Klonung des
Gens IL-2. Durch die Mitarbeiter der russischen Firma OOO „BIOTECH“, organisiert
auf der Basis des Laboratoriums für biochemische Genetik der Sankt-Peterburger
Staatlichen Universität, wurde schon 1988 ein biotechnologisches
Präparat des rekombinanten IL-2 (rIL-2)- Ronkoleukin geschaffen,
welches erhalten wird aus den Zellen des Produzenten – einem rekombinanten
Stamm von nichtpathogener Bäckerhefe der Art Saccharomyces cerevisae.
Ronkoleukin – das ist das vollständige strukturelle und funktionale
Analog des endogenen IL-2, es hat das gleiche Spektrum funktionaler Aktivität.
Es ist in der Lage, das Defizit von IL-2 auszufüllen und wiederholt
die Effekte wie eines aus den Schlüsselkomponenten des zytokinen
Netzes.
Im Ausland begann als einer der Ersten die amerikanische Korporation Cetus
und dann Chiron ( Emeryville, CA, USA), sowie auch die europäische
Euro Cetus ( Amsterdam, Netherlands) und die Korporation F.Hoffmann-LaRoche
ltd. (Frankreich) sich mit ähnlichen Ausarbeitungen zu beschäftigen.
FDA (Die amerikanische Assoziation für Kontrolle von Nahrungsprodukten
und Arzneimitteln) erteilte die erste Lizenz für die ANWENDUNG DES
Präparates rIL-2 zur Behandlung von Patienten mit metastatischen
Nierenzellenkrebs am 5 Mai 1992. In Russland wurde das Patent auf die
Methode der Behandlung von Immunosupression bei Sepsis mit Hilfe des Präparates
rIL-2 – Ronkoleukin 1995 erteilt ( Datum der Priorität 28.03.1995).
Im Unterschied zu Ronkoleukin erhält man die ausländischen Präparate
rIL-2 – Proleukin, Aldesleukin (Cetus, Eurocetus, Chiron) und Teceleukin
(F.Hoffman-LaRoche ltd.) auf der Basis eines anderen Produzenten- des
rekombinanten Stammes der Bakterien E.coli. Außerdem ist der aktive
Peptidanfang der genannten ausländischen Analoge (rIL-2) das Eiweiß-Mutein,
das sich vom natürlichen IL-2 hinsichtlich der Aminosäurenfolge
unterscheidet. Die klinische Anwendung dieser Präparate ergab eine
hohe Anzahl von Nebeneffekten, sowie ebenso hohe Kosten für den Anwender
im Vergleich mit dem russischen Ronkoleukin. Ebenso unterscheiden sich
infolge technologischer Besonderheiten die immunologische Aktivität
in vitro und in vivo aller Präparate (im Vergleich verschiedener
ausländischer Präparate und russischer). Das muss beachtet werden,
berechnet man die Dosis der Gabe der Präparate rIL-2 an die Patienten
. Vor etwa zwei Jahren erschien auf dem Weltmarkt von biotechnologischen
Immunmodulatoren ein neues Präparat rIL-2 unter dem Handelsnamen
Albuleukin (albumin-interleukin-2, Human Genome Sciences, Inc.), was auf
der Basis eines Produzenten, identisch mit dem Produzenten von Ronkoleukin
(Saccharomyces cerevisiae), geschaffen wurde, was noch einmal die Anerkennung
einer solchen Technologie der Herstellung von rIL-2 nicht nur in unserem
Lande, sondern auch in anderen hochentwickelten Ländern bestätigt.
Die biologische Rolle des endogenen IL-2. Für das
Verständnis des Wirkungsmechanismus der Präparate auf der Grundlage
von IL-2 ist es äußerst wichtig, die immunologische Rolle des
endogenen IL-2 und aller Faktoren der Mikroumgebung, welche auf seine
immuntherapeutische Aktivität Einfluss haben, zu berücksichtigen.
Struktur und Herkunft des endogenen IL-2. IL-2 gehört
zur Familie der Zytokine-Hämatopoetine, welche auch das Wachstumshormon,
Prolaktin, einschließen, IL-3, IL-4, IL-5, IL-6, IL-7, IL-9, IL-10,
IL-11, IL-13, IL-15, GM-CSF und andere. Das Gen IL-2 befindet sich im
4. Chromosom und kodiert 153 Aminosäuren des Vorgängers, wo
die ersten 20 Aminosäuren sektetorer Signalabfolge sind, welche nach
erfolgtem Prozessing abgetrennt werden. Das reife Eiweiß ist ein
globulares Glykoprotein, enthält 133 Aminosäurereste und hat
eine Molekülare Masse von 15420 Da ( in glykolisierter Form – 17-22
kDa).
Das Molekül IL-2 hat einen glykolisierten Teilbereich, welcher nicht
auf die Funktion Einfluss nimmt, sondern in Verbindung mit der Dauer der
Anwesenheit des Moleküls in der Zirkulation steht. Im Molekül
gibt es drei Zysteinreste in den Positionen 58, 105, und 125, infolgedessen
es fälhig ist zur Bildung verschiedener innerer zwischenMolekülaren
Dysulfidverbindungen. Die hölchste biologische Aktivitält besitzt
das Molekül IL-2, welches die Dysulfidbindung Cys58/Cys105 hat und
eine freie Sulfhydrilgruppe im der Position 125. Die Annahme einer dritten
Struktur durch das Molekül des rekombinanten IL-2, welches durch
die Bildung einer Dysulfidbrülcke Cys58/Cys105 begleitet wird, fülhrt
zum Ülbergang von rIL-2 aus der wiederhergestellten Form in die Oxydierte
und zur Veränderung ihrer Aktivität.
T- Lymphozyten sind die einzigen Zellen, welche fähig sind, das Gen
IL-2 zu expressieren und ihre Expression wird streng durch den antigenerkennenden
Komplex der T- Lymphozyten (TCR) kontrolliert ( Smith. 1980; Taniguchi
et al., 1983; Meuer et al., 1984). Die Expression des Gens IL-2 erfolgt
parallel mit der Aktivierung der Zellen, erlangt ihr Maximum nach 8-16
Stunden, wenn sich die Zelle in der Phase G 1b befindet und erlischt nach
einem Tag. IL-2 indiziert eine Proliferation der Zellen zu Lasten der
Effektes der Überwindung des „Punktes der Restriktion“ zwischen den
Phasen des Zellzyklus G 1a und G 1b ( Haupthindernis bei m Eintritt der
Lymphozyten in die Mithose). Dieser Mechanismus wurde erstmalig von Pardee
A.B. bei aktivierten Fibroblasten beschrieben. Die Sekretion von IL-2
erscheint nach 3-4 Stunden nach der Stimulierung, erreicht ihren Höhepunkt
nach 8-12 Stunden (früher als die Sekretion anderer Lymphokine ) und erlischt
nach 24 Stunden. In vivo die Synthese IL-2 erreicht ihr Maximum nach 1-3
Tagen nach der Immunisierung und bleibt im Laufe von 12 Tagen erhalten.
Die hauptsächlichen Produzenten von IL-2 sind die aktivierten
Th1 CD4+ Lymphozyten (90% der Produktion des endogenen IL-2), sowie auch
die zytotoxischen CD8+ Lymphozyten (10% des endogenen IL-2).
Abb.1. Zielzellen des Immunsystems für IL-2. (nach J.Theze,
1999 mit Veranderungen von A.M. Popowitsch).
Rezeptoren zu IL-2. Ein hochaffiner Rezeptor für
IL-2 besteht aus drei Ketten: die leichte Alpha-Kette (CD25), die schwere
beta-Kette (CD122) und die Gamma-Kette ( p64, CD132). Die Alpha-Kette
verbindet den Ligand, die Beta-Kette und die Gamma-Kette sichern die Weitergabe
des Signals. Die Alpha-Kette selbst ist in der Lage, sich mit IL-2 mit
niedriger Verwandtschaft zu verbinden, was die Vereinnahmung ( Internalisation)
des zu bildenden Komplexes und den Anschluss des Wachstumssignals nicht
sichert. Die schwere Beta-Kette für IL-2, die auf der Membrane der
ruhenden T-Zellen sich befinden, die NK-Zellen und die Monozyten sind
verantwortlich für die Internalisation des Komplexes der Zytokine
und Rezeptoren und für die Übergabe des Signals in die Zelle.
Die Gamma-Kette expressiert spontan auf der Oberfläche der Lymphozyten,
ihre Kombination mit der beta-Kette formiert den Rezeptor der zwischenzeitlichen
Affinität auf den NK-Zellen. Der hochaffine Rezeptor für IL-2
besteht aus 3 Ketten – Alpha, Beta, Gamma .
Zielzellen für IL-2. IL-2 verfügen uber ein
relativ schmales Spektrum von Zielen unter den immunkompetenten Zellen.
Die hauptsächlichen von ihnen sind die aktivierten T- und B-Lymphozyten
und, NK-Zellen, für welche sie ein Wachstumsfaktor und eine Differenzierung
sind ( Abb. 1.) IL-2 wirken ebenfalls auf Monozyten, welche die Rezeptoren
für IL-2 auf ihrer Oberfläche tragen, verstärken die Generation
der aktiven Form des Sauerstoffes und des Peroxydes.

Abb.2. Die Hauptrolle des IL-2 im Regulierung der Immunantwort.
T- Lymphozyten. Die Rolle des IL-2 für die mit dem
Antigen CD4+ und CD8+ aktivierten Lymphozyten- das ist die Stimulierung
ihrer Proliferation. Auf die T-Lymphozyten wirkend, nimmt IL-2 Einfluss
auf die Sekretion vieler Zytokine und die Expression der entsprechenden
Rezeptoren ( Abb.2 ). IL-2 fördert die Realisierung der Funktion der
CD4+ Lymphozyten, verstärkt die Schaffung von IFN-gamma und Anderer.
IL-2 schutzt die aktivierten T-Zellen vor Apoptose, verhindert die Entwicklung
immunologischer Toleranz und ist in der Lage sie auszuschalten.
Autokrine Wirkung auf Th1 Zellen und Parakrine
auf Unterpopulationen von Th2 zeigend, hat IL-2 Einfluss auf die Th1/Th2
Balanz.IL-2 dient als Wachstums und Differenzierungsfaktor für CD8+
Lymphozyten, stimuliert ihre zytotoxische Aktivität. Nach der primären
Immunantwort fordert IL-2 die Formierung einer Population von T-Zellen des
Gedächtnisses ( Ehlers and Smith,1991) B-Lymphozyten.
Aktivierte B-Lymphozyten expressieren hochaffin IL-2R und antworten
auf IL-2. Auf der anderen Seite, T-Lymphozyten, IL-2 sind für B-Lymphozyten
kein notwendiger Wachstumsfaktor, aber sie wirken auf einige Etappen der
Transkription. IL-2 kann die Synthese von IgM, IgG, IgA durch plasmatische
Zellen erhöhen, in einigen Fällen gestattet es, die Ir-Gen Kontrolle
der Antikorperbildung zu umgehen. Die Antwort der B-Lymphozyten auf IL-2
hängt vom Charakter der Stimulation. Zum Beispiel, LPS ist ein machtiger
Stimulator, aber IL-4, IL-5 und der transformierende Wachstumsfaktor Beta
zeigen keinen Einfluss auf die Wahl des Isotypen des Antikörpers.
NK-Zellen. NK-Zellen erfüllen ihre Hauptrolle im
Schutz des Organismus vor Viren und Krebszellen. In der Mehrzahl der Flle
erhöht IL-2 bei seiner Wirkung auf die NK-Zellen ihre zytotoxische
Aktivität, erweitert das Spektrum der zytotoxischen Wirkung, hat
aber praktisch keinen Einfluss auf ihre Proliferation. Aber einzelne NK-Zellen,
welche hochaffine IL-2R (LAK-Zellen) expressieren, antworten auf die Stimulation
von IL-2 in der Kultur von Mononuklearen wie mit der Erhöhung der
Zytotoxitat, als auch mit einer Verstärkung der Proliferation. Dieser
Mechanismus gilt als Grundlage der so genannten LAK-Therapie und TIL-Therapie
von Geschwulsten mit Hilfe von rekombinanten Präparaten IL-2.
Monozyten. IL-2 stimuliert bei seiner Wirkung auf Monozyten
ihre Fähigkeit, Krebszellen und Bakterien zu vernichten. IFN-gamma
und Lipopolysacharid stimulieren die Expression hochafiner IL-2R auf die
Membran der Monozyten und erhöhen ihre Empfänglichkeit zu IL-2.
Im Ergebnis der Stimulation mit IL-2 schütten die Monozyten eine
große Anzahl biologisch aktiver Substanzen und Mediatoren von Entzündungen
aus: freie Formen des Sauerstoffes, H2O2, Prostaglandin E2, Tromboksan
B2, TNF-alpha ( Faktor der Nekrose von Geschwulsten alpha). Ein großer
Teil dieser Verbindungen sind der Grund von Nebenreaktionen bei Patienten
bei der Behandlung mit Präparaten rIL-2. Deshalb werden zur Kupierung
dieser nicht wünschenswerten Reaktionen bei der Gabe von rIL-2 NPWP (nichtsteroide
gegen Entzundungen gerichtete Präparate) genutzt.
Neutrofile Granulozyten. IL-2 erhöht bedeutend die antimykotische (gegen Pilze)
Aktivität von Neutrofilen auf Kosten der Stimulation von Laktoferrin und TNF-alpha
bei ihnen.
Somit ist Interleukin-2 ein pleiotropes Zytokin,
welches zu der Gruppe der Zytokine-Hämatopoetine gehört, es
hat seine Hauptbedeutung als Wachstumsfaktor, übt Einfluss auf das
nichtspezifische Glied der Immunität ( NK-Zellen und Monozyten) und
auf die spezifische antigenabängige Immunanwort , die sich über
T – und B – Lymphozyten realisiert.
Einwirkung von IL-2 auf andere Arten von Zellen. IL-2
erhöht die Bildung von Eosinofilen und Trombozyten, aber unterdruckt
mieloide und eritroide Keime der Blutbildung, fordert die Entwicklung
von extramedullaren Herden der Hämopoese.
IL-2 und rekombinante Präparate besitzen die Fahigkeit, Prozesse
der Reparation und Regeneration von Geweben zu aktivieren.
Überaus wichtig ist die biologische Aktivität von IL-2, welche
in Verbindung mit ihren regulativen Effekten steht, die eine gemeinsame
Arbeit integrativer biologischer Systeme sichert: Immunität, Endokrines
System, Nervensystem.
Die Vielseitigkeit der biologischen Aktivität von IL-2 gestattet
es bei seiner Anwendung als Immunmodulator nicht nur auf Korrektur der
Erscheinungen der Immunschwäche zu rechnen, sondern auch auf die
Optimierung der Funktion des ganzen Systems der Immunitöt und seiner
adäquaten Zusammenwirkung mit anderen Systemen des Organismus.
Begründung der Therapie von Immunschwächezuständen
mit Präparaten des rekombinanten Interleukin-2
Bei der Einschätzung der Immunschwäche und der Ausarbeitung
der Taktik ihrer Korrektur muss man nicht nur den Fakt der Unzulänglichkeit
von IL-2, sondern auch die Gründe und Faktoren, die auf ihre endogene
Produktion Einfluss nehmen, berücksichtigen. Die Nutzung des Models
des K.O. der Gene der Zytokine und ihrer Rezeptoren gestattet es, die
Mechanismen der Regulierung der Immunantwort durch die Zytokine zu konkretisieren,
sowie ebenso den pleotropen Effekt ihrer Wirkung zu demonstrieren. Im
Einzelnen, der Mangel an Genen IL-2 führt zu einer scharfen Verringerung
der Proliferation der T-Lymphozyten, ihrer vorzeitigen Apoptose, der Entwicklung
einer hämolythischen Anämie, eines chronischen Enterokolites,
Erhöhung des Niveaus IgG1 und IgE. Die Mutation des Genes der Gamma-Kette
der Rezeptoren führt zu einer Entwicklung von autoimmunen Krankheiten,
aber die Wegnahme des Genes der Gamma-Kette, gemeinsam für die Rezeptoren
des T-Wachstumsfaktors, bedingt die Entwicklung einer schweren kombinierten
Immunschwäche: entwickelte Lymphopenie, Ausfall der lymphoiden Organe,
darunter Timus, Blokade der Entwicklung von B-Zellen, Störung der Entwicklung
von T- und B- Zellen. Klar ersichtlich ist, dass diese oder jenige Störung,
verbunden mit der Synthese von IL-2 oder der Expression ihrer Rezeptoren
zu verschiedenen Arten der Immunschwäche und autoimmuner Erkrankungen
führen kann.
Sekunädre Immunschwächen, welche
bei infektions –und onkologischen Erkrankungen entstehen, bei Strahlenschäden,
vereint ein Hauptcharakteristikum- der Mangel an dem T-Zellenglieder Immunitöt
und die endogene Produktion von IL-2. Bei Infektionen ist der verbreitete
Universalmechanismus der Schädigung des Immunsystems – die Hyperstimmulierung
des Immunsystems mit Superantigenen der Pathogene mit nachfolgendem Massenpoliklonalsterben
der aktivierten Lymphozyten im Hintergrund einer völstandigen Unfähigkeit,
den Erreger zu eliminieren (Sepsis, AIDS, Herbesvirusinfektion). Bei onkologischen
Erkrankungen – ein Ausweichen aus der immunologischen Aufsicht, ein Progressieren
der Unfähigkeit zu der spezifischen Immunanwort. Bei Strahlenschäden
– ein Massensterben von immunkompetenten Zellen, ZerStörung der Mielopoese,
nachfolgende Entwicklung einer Infektion und Krebserkrankung infolge einer
Störung der spezifischen Immunantwort. Bei der Aufzählung der pathologischen
Prozesse erfolgt eine zerStörung der normalen arbeit der Zytokinregulation
der Immunitöt. Das führt am Anfang zur Zerstörung des Funktionieren
der immunikompetenden Zellen, und dann zu ihrer Beschädigung. Eine
rechtzeitiger und richtiger Eingriff eines Arztes, welcher die Zytokin-
und Antizytokintherapie beherrscht, kann den imunpathologischen Prozess
aufhalten und in die notwendige Richtung lenken.
Immunkorrigierende Präparate auf der Grundlage von rekombinanten
IL-2 spielen eine Schlüsselrolle bei der Behandlung von immunpathologischen
Prozessen, die in Verbindung mit Infektionen (bakterielle, Virusinfektionen),
ontologischen, Entzündungskrankheiten, sowie allergischen Erkrankungen
– in erster Reihe dort, wo die Rede uber den Einfluss auf CD4+, NK-Zellen
und die Regulation Th1/Th2 geht, stehen.
Auf der Grundlage achtjähriger Erfahrungen mit der Anwendung von
Ronkoleukin- Humanrekombinantem Interleukin-2 - , sowie auf der Analyse
der gegenwärtigen wissenschaftlichen Daten aus der Literatur stellen
wir die Hauptbesonderheiten der sekundären Immunschwäche bei
einigen Erkrankungen und die immuntherapeutischen Mechanismen des rekombinanten
IL-2 heraus.
AIDS. Die direkte Wirkung vom Virusimmundefizit
des Menschen auf CD4+ der Lymphozyten, die konkurente Blockade des Korezeptors
CD4 mit dem löslichen Eiweiß des Virusimmundefizites des Menschen
gp120, die Superantigene des Virusimmundefizites des Menschen induzieren
eine polyklonale Aktivierung und Apoptese von T-Lymphozyten, der Komplex
gp120 mit CD4 wandelt sie um in Ziele für ZTL und ASKZT, es ist eine
Verschlechterung der Funktion der NK Zellen zu beobachten und ein Anschluss
von opportunistischen Infektionen, welche die Immunschwäche vertiefen.
Die Anwendung von rIL-2 führt zu einer Liquidierung des endogenen
Defizits an IL-2, zur Unterdrückung der Expression der Primärrezeption
von HIV auf CD4+, zum besseren Überleben von CD4+ Lymphozyten infolge
einer Veringerung der Apoptose, es erhöht sich die Menge von CD4+
auf Grund der Verbesserung ihrer Proliferation und Differenzierung, die
Balance Th1/Th2 normalisiert sich, die Funktion der NK Zellen verstärkt
sich.
Sepsis. Eine zytokine Explosion und polyklonale
Stimulation durch bakterielle und endogene Superantigene führt zu
einem Massensterben von Lymphozyten und zu einer lang andauernden „ Immunparalyse“,
was die Bedingungen für eine Vertiefung der Immunschwäche im
Hintergrund einer fortschreitenden Infektion und polyorganen Unzulänglichkeit
schafft. Bedeutend veringert sich die endogene Produktion von IL-2, Hämapoetinen,
entzündungshemmenden Zytrokinen, Immunoglobulinen, es veringert sich
die Menge von CD4+, CD8+, B-Lymphozyten, NK-Zellen. Die Anwendung von
rIL-2 im Stadium der „Immunparalyse“ führt zu einer Liquidation des
endogenen Defizits an IL-2, zu besseren Überleben von CD4+ und CD8+
Lymphozyten infolge einer Verringerung der Apoptose, erhöht die Menge
CD4+ auf Kosten der Verbesserung ihrer Proliferation und Differenzierung,
normalisiert die Balance Th1/Th2, verstärkt die Funktion der NK Zellen,
erhöht die Synthese von Antikörpern durch B-Lymphozyten.
Eiternde- septische Erkrankungen in der Chirurgie. Die
Funktion der antigenpresentierenden Zellen ( Makrophagen, Monozyten) ist
gestört, die Regulierung der antigenspezifischen Immunantwort ist
gestört (CD4+, CD8+), die Produktion von schutzimmunoglobulinen B-Zellen
leidet, es erfolgt eine Überproduktion von entzündungshemmenden
Zytokinen. Die Anwendung von rIL-2 wirkt positiv auf die genannten immunologischen
Störungen. Es ist zweckdienlich die Immuntherapie mit rIL-2 mit einer
antibakteriellen Therapie zu verbinden.
Onkologische Erkrankungen. Ein Geschwulst
hat einen eigenen Mechanismus des „Ausweichens“ von der Immunaufsicht
des Organismus und ist fähig, die antigenspezifische Antwort zu blockieren,
die Immunantwort umzukehren, eine Verringerung der endogenen Synthese
von IL-2, der Funktion der NK-Zellen, hervorzurufen. Die Anwendung von
rIL-2 gestattet es, die Toleranz des Immunsystems zu Geschwulsten zu uberwinden,
führt zu einer Liquidierung des endogenen Defizits an IL-2, zur Aktivierung
der NK-Zellen und der zytotoxischen T-Lymphozyten, verringert die Apoptose
der Immunzellen.
Virusinfektionen (Hepatitis, Herpesvirusinfektion).
Eine direkte zytopathogene Wirkung der Viren auf die immunkompetenden
Zellen, die superantigenen Viren induzieren eine polyklonale Aktivierung
der Lymphozyten und verstärken ihre Apoptese, die angesteckten Lymphozyten
werden Ziele für ZTL, die endogene Produktion von IL-2 und die Funktion
der NK-Zellen verringert sich. Die Anwendung von rIL-2 führt zu einer
Liquidierung des endogenen Defizits an IL-2, zu einem besseren Überleben
von CD4+ Lymphozyten infolge einer Verringerung der Apoptose, erhöht
die Menge CD4+ auf Kosten der Verbesserung ihrer Proliferation und Differenzierung,
normalisiert die Balance Th1/Th2, verstärkt die Funktion der NK-Zellen.
Eine Basistherapie gegen Viren ist notwendigerweise durchzuführen.
Chlamydieninfektion. Bei lang andauernden
redizidivierenden Formen urogenitaler Infektion mit Chlamydobakterien
wird die Uneffektivität der traditionellen Therapie durch folgende
Faktoren bestimmt: 1) durch die Unempfindlichkeit der polymorphen Formen
der Chlamydobakterien gegenüber einer antibakteriellen Therapie,
2) durch die Unzulanglichkeit der Zellenimmunantwort wegen der Störung
der Balance Th1/Th2, 3) durch die Unzulänglichkeit humoralen Immunantwort
wegen der Veranderlichkeit und strukturellen Besonderheiten des Erregers,
4) durch die hohe Häufigkeit der Entwicklung autoimmuner Störungen
(Reutersyndrom). Die Mehrzahl der nichtspezifischen Immunmodulatoren ist
nicht effektiv wegen der Ünfahigkeit, die Balance Th1/Th2 zu normalisieren
und die immunologische Toleranz zu überwinden. Die Anwendung von
rIL-2 gestattet, eine normale Regulierung der Immunantwort wieder herzustellen,
die Toleranz zu überwinden, fördert die Prophylaxe weiterer autoimmuner
Komplikationen.
Allergische Erkrankungen. Die Balance Th1/Th2 ist gestört, die Produktion von
Gamma-Interferon verringert, begleitende Virus, Pilz, Parasiten, und Bakterieninfektionen
vertiefen den Verlauf der Allergie. Die Anwendung von rIL-2 gestattet, die Balance
Th1/Th2 wieder herzustellen, sowie die Produktion von Interferon, die Differenzierung
von B-Zellen und die Produktion von Immunoglobulinen.
Die Anwendung von humanrekombinanten Interleukin-2
in der komplexen Therapie von Infektionen, Krebserkrankungen, Exogenen
sekundären Immunschwächen verschiedener Etiologie gestattet
es, Probleme zu lösen, welche mit gewöhnlichen Mitteln der Basistherapie
nicht lösbar sind.
Die Prinzipien der Anwendung der Immuntherapie mit rekombinanten Zytokinen
sind:
- Bestimmung der patogenisch begr ündeten
Werte und Ziele der Immuntherapie ( Prophylaxe, Stimulierung, stellvertretende
Therapie);
- Einschätzung der absoluten und relativen Gegenanzeigen zur Zytokinotherapie,
mögliche Nebeneffekte und Reaktionen;
- Aufstellung eines Programms der Zytokinotherapie und ihr Labormonitoring,
Korrektion der Basistherapie in Abhängigkeit vom Plan der Zytokinotherapie;
- Einschatzung der Effektivität der Durchführung der Zytokinotherapie
Methoden der Verabreichung und Dosen
Darreichungsformen
Das lyophil getrocknete Präparat ist in Ampullen zu je 0,25 mg (250
000 ME), 0,5mg ( 500 000 ME), 1mg (1000 000 ME) steril für Injektionen
abgefüllt.
Parenterale Methoden der Zufuhrung
Den Inhalt einer Ampulle löst man in 2-3 ml isotonischer Lösung
von Natriumchlorid oder Wasser für Injektionen auf, so, das eine Schaumbildung
unterdrückt wird. Dazu wird die Ampulle entlang der Wand langsam aufgefullt
mit der Natriumchlorid Lösung, danach wird sie vorsichtig gedreht
oder hin und her gewendet (2 – 3 min) bis zur völligen AufLösung
des Inhaltes. Ein Schnelles Schutteln ist nicht zulässig. Die Lösung
des Präparates muss durchsichtig, farblos und ohne jegliche fremde
Einschlüsse sein.
Intravenose Applikation.
Die Lösung humanrekombinanten Interleukin-2 wird mit 400 ml isotonischer
Lösung von Natriumchlorid verdünnt.
Um das Präparat zu stabilisieren, kann man in die Lösung für
Infusionen menschliches Serum Albumin hinzufugen. Auf 400 ml Natriumchloridlösung
braucht man 4 – 8 ml 10% Lösung Albumin für Injektionen. Die
Konzentration des Albumin in der Infusionslösung beträgt 0,1
– 0,2%.
Die so aufbereitete Lösung für Injektionen gibt man Intervenös
über den Tropf im Laufe von 4 – 6 Stunden mit einer Geschwindigkeit
von 1 – 2 ml/min.
Subkutane Applikation.
Das Präparat löst man in 2 – 3 ml Wasser für Injektionen
auf und spritzt es an 2 – 3 Punkten unter die Haut.
Lokale Anwendung.
Neben der parenteralen Methode der Zuführung wird das Präparat
ortlich angewandt: bei onkologischer Pathologie, kompliziertem Krebs des
Rippenfells, - innerhalb des Rippenfells, für die Behandlung von Sinusiten
– in Form von Instilation in die Nebennasenhöhle, für die Behandlung
von Infektionen mit Chlamydobakterien – in Form von Instilation in den
Ureter, bei Krebs der Harnblase an der Oberfläche – in Form von Instilation
in die Harnblase.
Perorale Verabreichung des Präparates.
Peroral wird das Präparat im Prozess der Behandlung von Iersineosen
und schweren diarrhoen Darminfektionen bei Erwachsenen und Kindern. Für
die innere Einnahme wird der Inhalt der Ampulle ( von 500 000 bis 2 500
000 ME) in 15 – 30 ml destilliertem Wasser aufgelöst und nuchtern
eingenommen.
Anwendung in der pädiatrischen Praxis.
Die Erfahrungen mit humanrekombinantem Interleukin-2 bei Kindern zeigten
die hohe Effektivität des Präparates in Dosen von 125 000 bis
500 000 ME bei der Gabe mit den selben Hinweisen wie bei Erwachsenen.
Nebenwirkungen.
Nebenwirkungen sind bei der Anwendung des Präparates in den angegebenen
Dosierungen nicht registriert worden. Die Erfahrungen der Anwendung von
humanrekombinantem Interleukin-2 bezeugen seine hohe Verträglichkeit
und das Fehlen von Toxität.
Die von einigen Patienten bemerkte kurzzeitigen grippeähnlichen Syndrome
sind die Folge des Prozesses der Aktivierung des Immunsystems und erfordern
keine zusätzlichen Behandlungen.
Gegenanzeigen.
Schwangerschaft; dekompensierte Herz-, Leber-, Nierenschwäche; Metastasen
im Gehirn.
Vorsichtsmaßnahmen.
Es ist eine Erhöhung der Empfindlichkeit gegenuber rekombinantem
IL-2 oder anderen Komponenten des Präparates möglich.
Die Anwendung von humanrekombinantem Interleukin-2 bei Autoimmunerkrankungen
erfordert eine Kontrolle des Immunstatus des Patienten.
Die Intervenöse Gabe des Präparates, welche durch eine momentan
hohe Konzentration im Blutzirkulationssystem begleitet wird, kann begleitet
werden durch Erscheinungen einer Herz- und Gefäßschwäche.
Aufbewahrung.
Das Präparat in eingeloteten Ampullen ist bei einer Temperatur von
minus 4°C bis minus 10°C lichtgeschützt aufzubewahren ( Gefrierfach
vom Kühlschrank). Ein Transport bei einer Temperatur bis 25°C im
Laufe von 10 Tagen ist zulässig.
Erfahrungen bei der klinischen Anwendung von Humanrekombinantem
Interleukin-2 HR IL-2 bei der Behandlung von multipler Sklerose
Als Begründung für die Anwendung von HR IL-2 dient das System
der ImmunreAktivität und der Mechanismus der Immunpathogenese von
Autoimmunerkrankungen:
- Störung der Mechanismen der immunologischen Autotoleranz;
- Expression der Moleküle MHC II Klasse auf den Zellen, welche
nicht zu den Antigenpräsentierenden Zellen (APC);
- Verletzung der Gewebebarrieren, welche die „immunologisch privilegierten“
Organe und Gewebe (Zentralnervensystem, Innengewebe des Auges, die inneren
Teile der Testicle, die inneren Teile der Folikulen der Schilddrüse
und and.) vor Kontakten mit dem Immunsystem isolieren;
- Entwicklung einer Kreuzreaktion der Gewebeantigene mit den Antikörpern,
gerichtet gegen Mikroben ( infolge einer Ähnlichkeit der antigenen Determinanten
und der Gewebeantigene des Wirtes);
- Direkte Stimulierung durch das Antigen der autoreaktiven Zellen;
- Entwicklung von Autoimmuner Reaktionen infolge einer chemischen Modifikation
der Autoantigene ( z.B. wegen der Anbindung von Gaptenen);
- Störung der Balance der zytokinen Regulierung.
Die Besonderheiten des atoimmunen Prozesses sind direkt verbunden mit dem
Funktionieren der Unterpopulation der T-Lymphozyten – T-helper I Typs (Th1)
und T-helper II Typs (Th2).Bei autoimmunen Prozessen humoralen Typs ist
die hauptsächliche Störung die Th2-abhängige Reaktion. Gleichzeitig
bestimmt die Störung der Th1-abhängige Reaktion die Entwicklung
der autoimmunen Erkrankungen des Zellentyps.
Einen wichtige Rolle in der Entwicklung vieler autoimmuner Erkrankungen
spielt die vererbte Anfälligkeit, welche bedingt ist durch verschiedene
allele Formen der Gene des Hauptkomplexes der Hysteroverträglichkeit
( MHC).
Autoimmune Störungen konnen vielseitig sein. In Abhängigkeit von
der Lokalisierung der Autoantigene unterscheidet man zwischen organspezifischen,
systemeigenen (organnichtspezifischen) und gemischten autoimmunen Prozessen.
Jedoch unabhängig von der Herkunft und Besonderheit der Pathogenese
haben alle Autoimmunerkrankungen einen chronischen Verlauf mit einer Tendenz
zur Verschlechterung.
Multiple Sklerose – das ist eine chronische, progressierende
demielinisierende Erkrankung, welche durch Anzeichen der Störung des
Nervensystems in vielen Herden gekennzeichnet ist. Die Entstehung und Entwicklung
der diffusen Sklerose kann unter dem Einfluss und dem Zusammenwirken verschiedener
Faktoren beobachtet werden: Infektionen ( das Vorhandensein von Virus- und
Bakteriellen Infektionen), toxischen, genetischen ( das Vorhandensein genetischer
Anfälligkeit zu Auslösung eines immunpathologischen Prozesses
), Gefäße, immunologische und Andere. Wesentlich für die Pathogonese
der diffusen Sklerose ist der Fakt, dass das Haupteiweiß des Mielins
eine Ähnlichkeit mit dem Bakteriellen- und Virenantigenen hat. Es wurde
gezeigt, dass die Erkrankung hauptsächlich assoziiert mit bestimmten
Antigenen des Hauptkomplexes der Hysteroverträglichkeit: HLA-A10, HLA-B7,
B19, B35, HLA-DR2, DR6, DR15, DRW-52.
Die immunologischen Störungen sind die führenden im Mechanismus
der Entwicklung von der multiplen Sklerose:
- in 90% der Falle bei der multiplen Sklerose erscheinen Antikörper
zu den Eiweißen des Nervengewebes in erster Linie- zu dem Haupteiweiß,
dem Lipo- und Glykoprotein des Mielin, diese Antikörper sind Beteiligt
an der Zerstörung der Mielinhullen der Nervenfasern;
- in den Grenzen des Zentralnervensystems erscheinen Anzeichen einer polyklonalen
Aktivierung von B-Lymphozyten;
- es Entwickelt sich eine Disbalance der hauptsachlichen Immunregulatorzellen;
- die funktionale Aktivität der T-Lymohozyten verringert sich;
- in Abschnitten aktiver Demielinisierung herrschen T-Lymphozyten vor,
welche auf ihrer Oberflache Produkte von Genen des Hauptkomplexes der
Histerovertraglichkeit tragen, deren Anteil im Zentralnervensystem in
der Regel unbedeutend ist;
- der Auswurf von entzündlichen Zytokinen durch Makrophage, Astrozyte
und Mikrolie fördert die Entwicklung der Demielinisierung.
Der Komplex der medikamentösen Einwirkung bei der multiplen Sklerose
wird durch zwei Hauptgruppen von Präparaten für pathogenetische
und symptomatische Behandlung vertreten. Die pathogenetische Therapie von
diffuser Sklerose ist auf die Nivellierung von destruktiven Wirkungen auf
die Gewebe des Hirns mit folgender Wiederherstellung des zerstorten Mielins
gerichtet. Die Korrektur des Immunstatus bei Patienten mit multipler Sklerose
ist der Hauptbestandteil der pathogenen Therapie. Die Ausarbeitung eines
Regimes der Behandlung von diffuser Sklerose bleibt ein aktuelles Problem.
Die pathogenetische Begründung der Anwendung von HR IL-2 für die
Behandlung von multipler Sklerose ist der Fakt, dass im Stadium der Verschlechterung
bei der Mehrzahl der Erkrankten an multipler Sklerose eine Supression der
allgemeinen Anzahl der T-Lymphozyten und T-Chelper zu beobachten ist, eine
Verringerung des Immunregulatorenindexes, sowie Angaben über einen
Defizit von IL-2 bei Patienten mit multipler Sklerose. Die Apropation von
HR IL-2 bei der Behandlung von 31 an multipler Sklerose Erkrankten wurde
am Lehrstuhl für Neurologie und Neurochirurgie der Sankt-Peterburger
Universität mit Namen I.P.Pavlow durchgeführt. HR IL-2 in Form einer
Monotherapie wurde angewandt bei Erkrankten an diffuser Sklerose im Stadium
der Verschlechterung. Das Präparat wurde intervenos mit 1mg zweimal
verabreicht. An 17 Patienten erfolgte eine Infusion von HR IL-2 2-mal in
der Woche, bei 14 Patienten – 1-mal in der Woche.
Bei 24 Erkrankten wurde schon nach einem Tag eine Verbesserung des neurologischen
Status bemerkt, der beginnende Regress der Symptome der Erkrankung hielt
wahrend des ganzen Kurses der Behandlung an. Die Einschätzung des neurologischen
Status wurde durchgeführt unter Nutzung der Skalen NRS und Skalen der
Invalidisierung EDSS. Bei den Erkrankten verringerte sich das pyramid- gehirn
Syndrom, die Ataksie, verbesserte sich die Funktion der Beckenorgane. Die
Kupierung der Verschlechterung der Erkrankung erfolgte bei 77% der Erkrankten.
Bei allen Patienten wurde eine Normalisierung zerebrospinalen Flussigkeit
und Korrektion der Werte des immunologischen Status: Erhöhung der allgemeinen
Anzahl der T-Lymphozyten und T-helper, Erhöhung des Koeffizienten CD4/CD8,
Erhöhung der Rezeptoren zu Interleukin-2 - CD25, B-Lymphozyten und
natürlichen Killer CD56 (Tabelle 1).
Die durchgeführten Untersuchungen zeigten, dass der beste Effekt
bei den Erkrankten beobachtet wurde, welche HR IL-2 1mal in 7 Tagen erhalten
hatten. Bei der Beobachtung der Patienten im Laufe von drei Jahren wurde
eine Verschlechterung bei 8 Menschen registriert. Bei vier von diesen
wurde ein wiederholter Behandlungskurs mit HR IL-2 nach dem gleichen Schema
mit gutem Effekt durchgeführt.
Die Anwendung von HR IL-2 im Regime der Monotherapie
für die Behandlung von Erkrankten an multipler .Sklerose im Stadium
der Verschlechterung gibt einen guten klinischen Effekt, es erlaubt, die
Verweildauer im Stationar auf 20-25% zu verkürzen und erhöht die
Remissionsfristen.
Die Nutzung von HR IL-2 fordert die Vertiefung des Entzündungsprozesses,
trotz vorliegender theoretischer Voraussetzungen, nicht. Diese Schlussfolgerung
wird durch klinische, immunologische, serologische und experimentelle Werte
bestätigt.
Die Ungefährlichkeit der Anwendung von HR IL-2 bei Kranken mit remittiernden
Formen der multiplen Sklerose wurde bewiesen unter Nutzung der Scala der
Registration von Nebeneffekten VOS ( Fisenko N.S., Morosow N.M., Sajadowa
S.S. – Lehrstuhl für Pharmakologie und klinische Pharmakologie der Rostower
Staatlichen medizinischen Universitat, Rostow am Don). Die klinische Effektivität
wurde demonstriert an 16 Patienten, 12 Patienten vertraten die Kontrollgruppe.
Es wurde gezeigt, dass die Anwendung von HR IL-2
mit dem Ziel der Korrektur der immunologischen Disbalance bie Patienten
mit remittierender Form der multiplen Sklerose eine Verhinderung einer weitergehenden
Progressierung dieser Krankheit fördert (bei einer Beobachtung
im Laufe von 6 Monaten).
Die weitere Untersuchung des Einflusses von Interleukin-2 auf den Prozess
der Verschlechterung und Progressierung von diffuser Sklerose erlaubt
es, notwendige Korrektive in das Schema der Behandlung einzuschließen.
Tabelle 1 |
Dynamik der immunologischen Werte
bei der Behandlung von Kranken mit HR IL-2 im Stadium der Verschlechterung
(n=31) |
Werte
|
Ronkoleukin HR-IL-2 |
vor der Behandlung |
nach
der Behandlung |
< |
= |
> |
gesamtо |
< |
= |
> |
gesamtо |
| CD3 |
26 |
5 |
0 |
< |
8 |
7 |
16
|
> |
| CD4 |
6 |
25 |
0 |
= |
4 |
13 |
14 |
> |
| CD8 |
0 |
29 |
2 |
= |
10 |
12 |
9 |
= |
| CD4/CD8 |
21 |
10 |
0 |
< |
8 |
4 |
18 |
> |
| CD25 |
2 |
16 |
13 |
> |
9 |
9 |
13 |
> |
| HLA-DR |
1 |
5 |
3 |
= |
1 |
2 |
6 |
> |
| CD20 |
0 |
8 |
12 |
> |
4 |
6 |
8 |
> |
| CD56 |
0 |
20 |
9 |
> |
4 |
5 |
20 |
> |
Bedeutung der Zeichen:
< -Verringerung der immunologischen Werte,
> - Erhöhung der immunologischen Werte,
= - normalwerte der immunologischen Werte
Erfahrungen bei der Anwendung von HR IL-2 bei allergischen Erkrankungen
Die klinischen Erscheinungen von allergische Erkrankungen (AE) werden
durch die Mediatoren der allergischen Reaktion, welche im Ergebnis der
Bildung eines Komplexes von Allergenen mit den entsprechenden Antikörpern
oder sensibilisierten T-Lymphozyten herausgebildet werden, vermittelt.
Die Hauptglieder der Immunpathogese AE sind: Prozessing des Antigens in
den Dendritzellen, Makrophagen und die Presentation von Th2-Lymphozyten;
Aktivierung von Th2 Lymphozyten mit einer durch sie Erhöhung der
Synthese und Sekretion von IL-3, IL-4, IL-5, IL-9, IL-13, GM-CSF; die
Hyprproduktion von IgE von B-Lymphozyten; Aktivierung von Effektorzellen,
Fettigzellen, Basophilen, EosinoPhilen; Sekretion von Mediatoren und entzündungsfordernden
Zytokinen der Effektorzellen (Abb.3).

Abb.3. Zellen- und Molekülarmechanismus der Entwicklung der Allergie.
(nach S.T. Holgate, 1999 mit Veränderungen durch W.N.Egorowa)
Der Hauptmechanismus der Immunpathologie verbindet AE mit der Balance
der Subpopulation der T-helper Zellen – Th1 und Th2, die zu einer Erhöhung
der Subpopulation der T-Lymphozyten gegenuber den Th1 führt. Das
pathologische Ubergewicht der humoralen Immunantwort kann durch folgende
Momente bedingt sein:
- Aktivierung von naiven Th0 uber ein stimulierendes Signal;
- Uberwiegende Differenzierung von Th0 in Th2-Zellen;
- Intensive Synthese IgE durch B-Lymphozyten;
- Verringerung der Expression des loslichen Rezeptors IL-4 ( sIL-4R);
- Störung der zytogenen Regulierung, welche sich in der Erhöhung der Sekretion
von IL-4 und der Verringerung der Produktion von IFN-gamma (Interferon-Gamma)
zeigt.
Bronchialasthma. Die Einschätzung der Effektivität
der Anwendung von HR IL-2 bei der Behandlung von Bronchialasthma (BA) wurde
in Sankt-Peterburg von der Staatlichen Medizinischen Universiäat mit
Namen I.P. Pavlow durchgeführt. Die modernen Ansichten auf die Pathogenese
dieser Erkrankung , nach welchen die Hyperempfindlichkeit und HyperAktivität
der Bronchien der Asthmakranken in Verbindung mit einer chronischen Entzundung
, welche charakteristische Störungen des Immunstatus und insbesondere
der Zellen- und HumoralImmunität haben, begründen die Möglichkeit
der Immuntherapie mit HR IL-2.
IL-2 ist ein T-Zellen Wachstumsfaktor und wird produziert durch die Subpopulation
Th1 in Antwort auf eine Antigenstimulation. Außerdem, IL-2 aktiviert
die Proliferation und Differenzierung in den Th1-Lymphozyten, welche IFN-gamma
produzieren und somit Th2-Zellen unterdrücken. Die Unterdrückung
der funktionalen Aktivität der Th1-Lymphozyten durch die überschüssige
Sekretion von Produkten der Th2-Zellen bei der Atopie berücksichtigend,
kann die Anwendung von HR IL-2 die Wiederherstellung der gestörten
Balance Th1 und Th2 bei mit BA Erkrankten förden und somit die Verringerung
der Synthese von IgE mit nachfolgender Unterdrückung der IgE- bedingten
Reaktion. Eine andere Begründung der Heilanwendung von HR IL-2 bei
BA kann die früher bemerkte Fähigkeit von IL-2 sein, die Anzahl
der glykokortikoiden Rezeptoren auf den Mononuklearen des periferischen
Blutes des Menschen zu erhöhen, sein. Die Anzahl der glykokortikoiden
Rezeptoren auf den Zielzellen erhöhend, kann IL-2 den entzündungshemmenden
Effekt der Glykokortikoiden und somit eine Verbesserung des Verlaufes der
Krankheit fördern.
Die Untersuchung der Möglichkeit und Effektivität der Anwendung
von HR IL-2 wurde bei 18 Patienten mit BA (17 Frauen und 1 Mann) durchgeführt,
16 Patienten (14 Frauen und 2 Männer) bildeten die Vergleichsgruppe.
Bei allen Untersuchten wurde eine atopische oder eine vermischte mit vorwiegender
Atopie klinisch-pathogenische Variante der BA diagnostiziert. Bei der Mehrzahl
der Kranken wurde ein mittelschwerer Verlauf der Krankheit in der Phase
einer abklingenden Verschlechterung festgestellt. HR IL-2 wurde einmalig
intervenös in einer Dosis von 0,5 mg im Hintergrund einer traditionellen
Therapie gegen Entzundungen verabreicht. Im Laufe der Untersuchungen wurde
eine gute Verträglichkeit von HR IL-2 bei allen untersuchten Kranken
festgestellt, eine allergische Reaktion auf die Gabe des Präparates
wurde nicht beobachtet. Unter den subjektiven Kriterien, die nach den Ergebnissen
einer Befragung festgestellt wurden, ist eine Verringerung der Anfälle
von Atemnot, eine Verringerung der Inhalationen und eine Verlängerung
der Perioden der Remission zu bemerken. Von den objektiven Kriterien - eine
Verbesserung der Werte der Funktion der Atmung (FWD). Bei den Patienten
der Hauptgruppe beobachtete man nicht nur eine Absenkung der Ausgepragtheit
der Obstruktion, sondern auch eine Verringerung der Stufe der Ausgeprägtheit
des Bronchospasmus (Untersuchung des OFW1 und Einschätzung des Zuwachses
OFW1 im Test mit Berotek). Die Absenkung der Ausgeprägtheit des Entzündungsprozesses
zeigt sich bei der Therapie mit HR IL-2 in der positiven Dynamik des bronchoskopischen
Bildes und den Werten der zytologischen Untersuchungen der bronchoalveolaren
Wäsche ( BAW). Nach den endoskopischen Standartkriterien wurde eine
Verringerung der Ausgepragtheit der Hyperemie und Ansammlung bei 13 Erkrankten
festgestellt, von ihnen bei 6 wurden bei wiederholten Untersuchungen keine
Anzeichen eines katharalen Endobronchitis festgestellt. Bei 5% der Patienten
blieb die Stufe der Ausgeprägtheit der entzundlichen Veranderungen
im Bronchialbaum auf dem gleichen Niveau. Im Hintergrund der Behandlung
mit HR IL-2 wurde bei der Analyse des Bronchialauswaschung eine Verringerung
der zytologischen Anzeichen einer Entzündung festgestellt:
Zellenwäsche
(x 106 kl/ml) |
vor der Gabe von HR IL-2
danach |
0,70 ± 0,22
0,41 ± 0,20 |
Anzahl der Neutrophilen
in der Auswaschung
(x 106 kl/ml) |
vor der Gabe von HR IL-2
danach |
29,60 ± 9,44
14,00 ± 1,41 |
nzahl der Eosinophilen in der Auswaschung
(x 106 kl/ml) |
vor der Gabe von HR IL-2
danach | 10,17 ± 2,39
8,67 ± 4,37 |
Die Verringerung des Entzundungsprozesses in den Brochien gestattetes
zu vermuten, dass die Gabe von HR IL-2 die Aktivierung der örtlichen
Immunität fordert. In der Auswaschungsflussigkeit beobachtet man
eine Erhöhung der Immunoglobuline, besonders der Klassen G und M.
Bei 5 von 12 Kranken, welche HR IL-2 erhielten, wurde bei einer wiederholten
Untersuchung eine Verringerung von IgE festgestellt, bei 3 – eine Erhöhung,
bei 4 – eine Veränderung dieses Wertes. Es ergab sich eine Wahrscheinlichkeit
einer Korrelation der Verbindung zwischen der Verringerung von IgE und
dem Zuwachs von TNF-alpha im Hintergrund der Therapie mit HR IL-2, was
einen Anteil des Präparates an der Normalisierung der gestörten
Immunbalance veranschlagt. Die Veränderung des Hormonstatus bei Kranken
mit BA zeigte, dass HR IL-2 auf die Rezeptoren zu den glukokortikoiden
Hormonen in den Zellen wirkt. HR IL-2 zeigt ebenso eine Wirkung auf die
Durchlässigkeit der hystogematischen Barriere. Die Einschätzung
der klinischen Effektivität der Therapie mit HR IL-2 zeigte, dass
bei 2 Patienten ein ausgezeichneter Heileffekt, bei 12 – ein guter, bei
3 – ein genügender und bei einem Patienten kein Heileffekt durch
die Therapie (Abb.4) zu beobachten war. Bei allen Patienten, welche HR
IL-2 erhielten, wurde eine Erhöhung der Dauer der Remission im Vergleich
mit der vorhergehenden Periode beobachtet.
Die Werte zur Verringerung von IgE- bedingten Aktivität der Immunerkrankung
bei der Anwendung von HR IL-2 wurden ebenfalls bei 40 Patienten mit BA
mit schwerem Verlauf ermittelt, davon waren17 Hormonabhängig. Das
Präparat wurde zweimal in einer Dose von 0,5mg intervenos in einem
Intervall von 3 Tagen gegeben. Die Behandlung mit HR IL-2 führte
zu einer wesentlichen Verringerung der relativen Anzahl an Eosinophilen
des Auswurfes (p< 0,001), zu einer wesentlichen Verringerung des Anteiles
an IgE (p<0,001), sowie einer glaubhaften Verbesserung der Werte der
Funktion der äußeren Atmung. Bei Patienten mit hormonabhängiger
BA wurde nach einem Kurs mit HR IL-2 eine Erhöhung der relativen
und absoluten Zahl der natürlichen Killer (CD16+ Lymphozyten) und
eine glaubhafte Verringerung von IgE im Serum des Blutes (p=0,075) beobachtet.
Im Hintergrund der Behandlung mit HR IL-2 verringerte sich die Dosis peroraler
Kortikosteroide bei steroidresistenden Kranken mit hormonabhängigem
BA im Mittel auf 4,00 ± 0,61mg in der Umrechnung auf Prednisolon am Tag.
In der Vergleichsgruppe wuchs im Gegenteil dazu der Bedarf an peroralen
Glukokortikosteroiden im Mittel auf 0,91 ± 0,61 mg in der Umrechnung auf
Prednisolon am Tag. Ein glaubhafter Unterschied zwischen diesen Gruppen
wurde auch in der Dynamik des Bedarfes an peroralen Glukokortikosteroiden
herausgearbeitet.
Bei Kindern wurde die Anwendung von HR IL-2 in der Anfallsperiode
im Hintergrund einer komplexen Therapie untersucht. Die Hauptgruppe waren
22 Kinder im Alter von 2,5 bis 6 Jahren mit schwerem Verlauf BA, welche
sich nach öfteren influenza im Alter von 1,5 – 3 Jahren formiert hatte.
Bei 18 Kindern gab es eine gemischte Form des Asthmas ( atopisch+ infektionell-allergisch),
bei 4 - eine infektionell-allergische Form. Das Präparat wurde in Form
einer 4.maligen Gabe unter die Haut oder uber Inhalation (Ultraschallvernebler)
in einer Dosis von 0,25mg eingesetzt. Die Anwendung von HR IL-2 in der Anfallperiode
BA fördert ein schnelles Kupieren der Atemnotanfälle und eine
Stabilisierung des Zustandes, was es gestattete die Dosis an Kortikosteriden
ganz abzusetzen oder früher als in den Kotrollfällen zu verringern.
Die Werte der Spirogramme wuchsen im Mittel auf 18 – 20%. Im Immungramm
wurde eine Erhöhung des Anteils aller hauptsachlichen Subpopulationen
von Lymphozyten vermerkt, aber am meisten spürbar – bei den zytotoxischen
T-Lymphozyten. Bei Kindern mit ausgeprägter Eosinophielis (15-22%)
verringerte sich der Anteil der Eosinophile bis zu 4 – 5%. Die Anwendung
von HR IL-2 beugte der Entstehung einer Verschlechterung der Erkrankung
langfristig vor (6 –7 Monate Beobachtungszeit), ebenfalls forderte es die
Verringerung der Zahl an Episoden influenza.
Die Immuntherapie mit HR IL-2 in der komplexen
Behandlung von Bronchialasthma führt zu einer Verringerung der Aktivität
des Entzündungsprozesses in den Bronchien und zu einer Normalisierung
der Immunbalance. Bei hormonabhängigen Kranken an BA (darunter auch
Steroidresistente) gestattet die Anwendung von HR IL-2 , die Dosis der peroralen
Glukokortikosteroide zu senken. Die Ergebnisse der Untersuchungen der Effektivität
von HR IL-2 deuten auf die Möglichkeit , die Sphäre der Anwendungen
in Kliniken für nneres zu erweitern, einschließlich einer Therapie
von Kranken mit Bronchialasthma. Atopische Dermatitis.
Bei der Behandlung von atopischer Dermatitis hat man HR IL-2
bei Erwachsenen und Kindern i Alter von über 2 Jahren eingesetzt.
Den Kinder hat man das Präparat intervenös oder unter die Haut
in einer Berechnung von 0,2-0,5 mg/m2 im Hintergrund einer
antibakteriellen und desensibilisierenden Therapie verabreicht. Bei den
Erwachsenen hat man HR IL-2 im Regime einer Monotherapie eingesetzt, das
Präparat verabreichte man von 1 bis 5 mal intervenos in einer Dosis
von 0,5 mg im Intervall von 2-3 Tagen. Die Anwendung von HR IL-2 bei Erwachsenen
und Kindern fördert eine schnellere Verringerung der Verschlechterung
von atopischer Dermatitis. Bei der Nutzung einer Monotherapie mit HR IL-2
zeigte sich das im Vergleich mit der Kontrollgruppe in Folgendem: Verringerung
der Intensität des Juckreizes, Verringerung der Hyperemie der Haut
und Verschwinden von Erscheinungen einer sekundären Infizierung (ohne
Anwendung von bakteriellen Präparaten). Im peripheren Blut wurde
eine Tendenz zur Verringerung von IgE und Eosinophilen beobachtet.
Die Anwendung von HR IL-2 gestattet es, das
Kupieren der Verschlechterung atopischer Dermatitis zu beschleunigen,
was begleitet durch positive Veränderungen des Immunstatus der Patienten
wird.
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